Biografie - Bibliografie

Lernen

 

Unsere Leitidee

„ Jede Gesellschaft kann auf Dauer nur so intelligent, leistungsfähig und erfolgreich sein wie die Menschen, aus denen sie besteht. Es kommt deshalb darauf an, immer wieder Bedingungen zu schaffen, die es erlauben, alle in ihr vorhandenen Fähigkeiten und Talente voll zu entfalten und auszuschöpfen.“

Alfred Herrhausen

Diese Aussage Alfred Herrhausens ist als Grundaussage der sonderpädagogischen Arbeit der Alfred-Herrhausen-Schule zu verstehen.

Alle Schülerinnen und Schüler dieser Schule haben zahlreiche Fähigkeiten und Talente. Um diese voll entfalten zu können, benötigen sie ein annehmendes Klima und optimale Bedingungen. Im Rahmen der Namensgebung der Schule im Dezember 1999 hat sich das Kollegium der Alfred-Herrhausen-Schule einstimmig dazu entschlossen, diese Aussage, die nach wie vor uneingeschränkte Gültigkeit hat, zum Leitsatz der täglichen sonderpädagogischen Arbeit zu bestimmen.

 

Schülersprechtag

Am Schülersprechtag vereinbaren die Lehrpersonen gemeinsam mit den Schülern und Schülerinnen die individuellen Lernziele und es besteht die Möglichkeit für persönliche Gespräche.

 

Elterncafé

Im Rahmen der Elternarbeit wird den Eltern der Schüler jahrgangsunabhängig ein Elterncafé angeboten. Die Treffen finden in regelmäßigen Abständen statt. Hier variiert die Häufigkeit: Entweder im zwei-Wochen-Rhythmus oder aber alle vier Wochen. Bei den Treffen ist immer mindestens ein Schulsozialarbeiter anwesend. 
 Das Elterncafé findet in den Räumlichkeiten des Frühtreffs statt, die mit einer komplett eingerichteten Küche ausgestattet sind und genügend Raum für einen großen Gruppentisch bietet. Die Eltern werden gebeten, Aufstrich, Gemüse und sonstiges selber mit zu bringen. Kaffee und Brötchen werden von der Schulsozialarbeit gestellt.  
 Bei den einzelnen Treffen sind zwischen vier und zehn Personen anwesend. Meistens kommen die Mütter der Schüler. Indirekt macht dieser feste Stamm der Mütter auch Werbung für die Treffen bei anderen Eltern. Auf diese Weise konnten Hemmschwellen bei etlichen anderen Eltern abgebaut werden, die anfangs nicht zum offenen Elterntreff kommen wollten.  
 Insgesamt sind die Treffen von vertrauensvoller Stimmung und intensiven Gesprächen geprägt. Die Eltern bringen teilweise konstruktive Vorschläge ein, wie die Elternarbeit in der Schule belebt werden könnte. Diese Vorschläge nehmen die Schulsozialarbeiter gerne auf und passen ihr Angebot entsprechend an. So haben sie in der Vergangenheit schon mehrfach ein Eltern-Kind-Kochen angeboten, ElternKind-Basteln, Eltern-Kind-Grillen und Eltern-Kind-Backen. Die Arbeit mit den Eltern ist so gut, dass die Eltern die Schule auch bei Schulfesten unterstützen. Beim Adventscafé bieten sie z.B. in Kooperation mit der Schulsozialarbeit Bastelstände an. 
Durch diese enge Zusammenarbeit werden auch Eltern für die Zusammenarbeit geöffnet, die eigene negative Erfahrungen mit Schule gesammelt haben. 
 Die Elternarbeit wird weiter ausgebaut. Beim letzten Elternsprechtag wurde ein offenes Kaffeeangebot im Foyer der Schule angeboten. Hier konnten sich die Eltern vor oder nach ihrem Gespräch mit dem Lehrer/der Lehrerin bei Kaffee und einem Keks über die Angebote der Schulsozialarbeit informieren, eigene Ideen und Anregungen an die Schulsozialarbeiter herantragen.  
 

 

Ganztagsangebote

Offene Ganztagsschule – additive Gruppe  
Die Evangelische Kirche als Träger der additiven Gruppe sowie einer rhythmisierten Ganztagsklasse versteht Bildung als Zusammenhang von Lernen, Wissen, Können, Wertbewusstsein, Haltungen (Einstellungen) und Handlungsfähigkeit im Horizont sinnstiftender Deutungen des Lebens. In der OGS sehen sie eine Möglichkeit, mitzuwirken an einem umfassenden Bildungs- und Erziehungsangebot, dass sich an dem Bedarf der Kinder und Eltern orientiert und eine Chancengerechtigkeit für Kinder unterschiedlicher sozialer Herkunft fördert.  Der Offene Ganztag soll für Kinder Lebensraum und Lernort sein, in dem sich die Kinder frei entfalten und wohl fühlen können. Die Persönlichkeitsentwicklung und -stärkung betrachten wir als eine wesentliche Aufgabe unseres Offenen Ganztags.   Alle Kinder sollen sich in der OGS sicher fühlen. Mitarbeitende brauchen klare Handlungsoptionen, um auf unterschiedlichste Situationen pädagogisch adäquat reagieren zu können.1   Die Aufgabe ist es, den Kindern einen klar abgesteckten Rahmen zu bieten, der eine  freie Entfaltung ermöglicht, aber auch notwendige Grenzen aufzeigt.   Weitere Ziele sind die Förderung der Sozial-, Sprach- und Medienkompetenz sowie der Kreativität und der Motorik. Erziehungs- und Beziehungsarbeit bilden die Grundlage für erfolgreiche Bildungsarbeit. Durch konstante Bezugspersonen und verlässliche Angebote soll eine Stärkung des sozialemotionalen Wohlbefindens des Kindes in der offenen Ganztagsgrundschule gefördert werden.  Der Offene Ganztag wird für die Klassen 1-6 angeboten. Im Vergleich zu Grundschulen benötigt die Förderschule eine deutlich reduzierte Gruppengröße von maximal 12 Kindern je Gruppe.   Die Ganztagsbetreuung richtet sich an Schüler:

- die Entwicklungsverzögerungen und -störungen aufweisen

- die über unzureichende soziale und kommunikative Kompetenzen verfügen

- die konkrete Hilfestellungen zur Entwicklung alternativer Konfliktlösungsstrategien benötigen

- deren weitere schulische Entwicklung erhebliche Schwierigkeiten erwarten lassen

- die auf Grund aktueller Krisen, insbesondere im familiären Kontext, konkrete Hilfen und Unterstützung benötigen und deren Lebenssituation oft instabil ist

- die eine hohe Altersspanne aufweisen (6-12 Jahre) 
 
Dazu braucht es ein pädagogisches Konzept, kontinuierlichen Personaleinsatz, Zeit für Absprachen im Team sowie mit Lehrern und Eltern, sowie regelmäßige Weiterbildung aller Mitarbeitenden. Die Mitarbeitenden müssen klare gemeinsame Regeln vorgeben, z.B. im Blick auf   Sozialverhalten, Umgang, Sprache, Rücksicht, Zuverlässigkeit und kontinuierliche Reflexion der Regeln. Diese Regeln müssen in der pädagogischen Arbeit durch geeignete Methoden umgesetzt und kontinuierlich reflektiert werden.   Informationen müssen zwischen dem Kollegium der Alfred-Herrhausen-Schule und dem Betreuungspersonal intensiv und kontinuierlich ausgetauscht werden.   Begründet durch die oben beschriebenen Problemlagen bedürfen die Kinder eines differenzierten pädagogischen Methodenspektrums. Dazu bedarf es besonderer pädagogischer Kompetenzen im Team, einer kontinuierlichen Aus- und Weiterbildung der pädagogischen Kräfte, einer bewussten Auswahl der eingesetzten Zusatzkräfte und einer Einbindung heilpädagogischer Fachleute. Um die Sprachkompetenz zu stärken, können, insbesondere bei Kindern mit Migrationshintergrund, besondere Hilfen notwendig sein. Hier ist der situative Spracherwerb, den der Ganztag fördert, von besonderer Bedeutung.   
 
Rhythmisierte Ganztagsklassen
 
Pädagogische Übermittagsbetreuung – PÜB Gemeinsam mit unserem Kooperationspartner, der Diakonie, und mit Unterstützung der Kindertafel Düsseldorf wird seit 2009 ein Mittagsangebot für Schüler bereitgehalten. Nach Schulschluss, frühestens jedoch um 12:30Uhr, kochen zwei Mitarbeiterinnen der Diakonie, teilweise gemeinsam mit Schülern, ein Mittagessen für bis zu 20 Schüler ab 13 Jahren. Für die Arbeit der Pädagogischen Übermittagsbetreuung gelten folgende Grundsätze:

- Kreieren einer Atmosphäre, in der sich die Schüler wohl fühlen

- Es wird nur frisch gekocht 

- Der Einkauf, die Herstellung der Speisen,  das Aufräumen der Küche und des Gruppenraumes liegt in der Mitverantwortung der Schüler

- Klare Trennung von Essenszeiten, Hausaufgabenzeiten und freiem Spiel Als Gruppenraum für die Betreuung haben wir bewusst das Schülercafe´ gewählt. Die Ausstattung der Küche und Gestaltung des Essbereichs wurde durch die Schule so gestaltet, dass die oben genannten Grundsätze verwirklicht werden können. So steht der Gruppe eine komplett ausgestattete Küche zur Verfügung. Die Teilnahme am Angebot kann nur über Antrag an die Schulleitung erfolgen. Diese eruiert die Aufnahmekapazitäten und gestaltet die Aufnahme mit den Mitarbeiterinnen der PÜB. Finanziert wird das Essen für die Schüler über die Düsseldorfer Kindertafel. Angerechnet werden 2€ je Schüler und Essen. Die PÜB hat gemeinsam mit den Schülern ein Regelwerk für die Zeit der Betreuung entwickelt. Dieses Regelwerk bietet auch die Möglichkeit einer Rückmeldung über das Verhalten oder mögliche Auffälligkeiten bei der Bewältigung der Hausaufgaben. Hierfür wurde ein Formular entwickelt, welches die entsprechenden Klassenlehrer erhalten. Bei massiven und wiederholten Schwierigkeiten findet ein gemeinsames Gespräch zwischen den Mitarbeiterinnen, dem Jugendlichen, den Eltern und der Klassenlehrerin, bzw. dem Klassenlehrer statt. Ein Ausschluss vom Angebot der PÜB ist durch die Freiwilligkeit des Angebots möglich. 
 
Aufbau „Offene Ganztagsschule“ am Standort Vennhauser Allee 
 
Die Alfred-Herrhausen-Schule weist die Besonderheit auf Angebote sowohl im „offenen Ganztag“ als auch im „gebundenen Ganztag“ vorzuhalten. Dies ist der Tatsache der Zusammenlegung der Förderschulen im Jahr 2015 geschuldet. Während der Hauptstandort „Offene Ganztagsschule“ der ersten Stunde ist, war die frühere „Peter-Härtling-Schule“ eine Schule mit gebundenem Ganztag. Durch die Zusammenlegung der Schulen sind die Tage des gebundenen Ganztags gezählt. Eine Schule kann nur  e i n  Programm anbieten. Auf Grund deiner Übergangsregelung weist der Teilstandort Vennhauser Allee den Status auslaufender gebundener Ganztag auf. Um für die aktuellen und zukünftigen Schülerinnen und Schüler dieses Standorts ein attraktives Ganztagsangebot vorhalten zu können, wurde nach einer Bedarfsabfrage bei den betroffenen Eltern bei der Schulverwaltung die Einrichtung einer Gruppe zum Schuljahr 2017/2018 beantragt. Parallel zu der Beantragung wurden Verhandlungen mit  potentiellen Trägern geführt. Der langjährige Anbieter von Nachmittagsangeboten Kinder- und Jugendclub Chemnitzer Straße (Träger Jugendamt der Stadt Düsseldorf) hat seine Bereitschaft erklärt die Trägerschaft zu übernehmen. Leider wurde der Antrag auf Grund der großen Nachfrage anderer Schulen abgelehnt. Für das Schuljahr 2018/2019 wird erneut ein Antrag gestellt. Eine Prozessbeschreibung ist im Anhang des Schulprogramms zu finden.

 

Unser Schulprogramm

 

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Das Schulprogramm kann in gedruckter Form gerne auch im Sekreteriat ausgeliehen werden.